Unterzeichnung der Zweckvereinbarung: Bürgermeisterin Gabriele Greis und Bürgermeister Sven Schür besiegeln gemeinsamen Abwasserweg
Technische Vorteile und Effizienzgewinn
Die Kläranlage Hölzches Mühle ist für eine Reinigungsleistung von 48.900 Einwohnergleichwerten (EW) ausgelegt. Derzeit entfallen rund 16.000 EW auf kommunales und etwa 29.000 EW auf industrielles Abwasser. Mit den zusätzlichen 1.600 EW aus Mündersbach und Roßbach verbessert sich dieses Verhältnis deutlich.
„Das ist technisch bedeutsam“, erklärt die VG Puderbach, „denn mit einem höheren Anteil an kommunalem Abwasser steigt die organische Fracht – und damit die Gasproduktion im Faulturm unserer Anlage.“
Das entstehende Klärgas wird im Blockheizkraftwerk in Wärme und Strom umgewandelt. Durch die zusätzliche organische Belastung kann die Anlage künftig noch effizienter betrieben werden – ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor angesichts der aktuellen Energiepreise.
Strukturstarke Kooperation zweier Verbandsgemeinden
- Die VG Hachenburg zählt rund 25.600 Einwohner in 33 Ortsgemeinden.
- Die VG Puderbach umfasst etwa 15.500 Einwohner in 16 Ortsgemeinden.
Beide profitieren von der Kooperation: Die VG Hachenburg erhält eine moderne, zukunftssichere Abwasserlösung ohne hohen Investitionsbedarf in die Abwasserreinigung. Die VG Puderbach steigert durch den höheren kommunalen Abwasseranteil die energetische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ihrer Kläranlage, was wiederum auch der VG Hachenburg zugutekommt.
Gebührenstabilität durch Energieeffizienz
Je effizienter die Kläranlage betrieben wird, desto stabiler bleiben die Abwassergebühren für die Bürgerinnen und Bürger. Die zusätzliche Gasproduktion trägt dazu bei, den Eigenenergiebedarf der Anlage weiter zu decken und Kosten zu reduzieren.
Ein Projekt mit Vorbildcharakter
Der Anschluss der beiden Ortsgemeinden zeigt, wie interkommunale Zusammenarbeit gelingen kann: effizient, nachhaltig und bürgerorientiert. Beide Verbandsgemeinden stärken ihre Infrastruktur, schonen Ressourcen und setzen ein Zeichen für zukunftsweisende kommunale Kooperation.
Das Projekt macht deutlich, dass Zusammenarbeit nicht nur möglich, sondern auch sinnvoll ist – technisch, wirtschaftlich und ökologisch. Es ist ein Beispiel dafür, wie Kommunen ihre Region stärken, Infrastruktur modernisieren und verantwortungsvoll mit öffentlichen Mitteln umgehen.
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v. l. n. r.: Technischer Werkleiter Heiko Weller (VG Puderbach), kaufmännische Werkleiterin Ilona Schäfer (VG Puderbach), Bürgermeister Sven Schür (VG Puderbach), Bürgermeisterin Gabriele Greis (VG Hachenburg), Werkleiter Thomas Welters (VG Hachenburg). (Foto: Schuh)






