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KOMMUNEN AM LIMIT: Schwimmbäder sind mehr als Freizeitspaß und Abkühlung

Gerade an Tagen wie heute, an denen die Temperaturen im Puderbacherland wieder die 30-Grad-Marke erreichen, ist das Schwimmbad ein beliebter Ort zur Abkühlung. Doch Schwimmbäder in kommunaler Trägerschaft sind weit mehr als reine Freizeiteinrichtungen. Sie sind wichtige Sport- und Bildungsstätten für unsere Gesellschaft.

„Die Zahl der Grundschulkinder in Deutschland, die nicht schwimmen können, hat sich verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Umfrage von forsa im Jahr 2022. Die Befragung hatte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nach zuletzt 2017 erneut in Auftrag gegeben. Damals konnten den Angaben der Eltern zufolge zehn Prozent der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren nicht schwimmen. Nun sind es 20 Prozent.“ So schreibt die DLRG auf seiner Internetseite (https://www.dlrg.de/informieren/die-dlrg/presse/schwimmfaehigkeit/).

Schwimmen ist jedoch keine optionale Fähigkeit, sondern kann im Ernstfall Leben retten.

Ohne ein Hallenbad in erreichbarer Nähe fällt der Schwimmunterricht vielerorts aus oder kann nur eingeschränkt stattfinden. Besonders betroffen sind dabei Kinder aus sozial schwächeren Familien. So schreibt die DLRG auch: „Die Hälfte (49%) der Kinder aus Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 2.500 Euro kann nicht schwimmen. (https://www.dlrg.de/informieren/die-dlrg/presse/schwimmfaehigkeit/).“

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, betreibt die Verbandsgemeinde Puderbach ein Hallenbad, in dem neben dem Schul- und Vereinsschwimmen auch der öffentliche Badebetrieb stattfindet. Damit schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Kinder und Jugendliche das Schwimmen erlernen und Vereine ihrem wichtigen gesellschaftlichen Auftrag nachkommen können.

Nun fragen sich manche vielleicht: „Ich bezahle doch Eintritt, müsste sich das Bad nicht selbst finanzieren?“

Die Antwort lautet leider: Nein.

Die meisten kommunalen Schwimmbäder arbeiten nicht kostendeckend. Hohe Ausgaben für Personal, Energie, Wartung und Instandhaltung stehen vergleichsweise geringen Eintrittseinnahmen gegenüber. Auch das Hallenbad der Verbandsgemeinde Puderbach verursacht jedes Jahr ein Defizit im fünf- bis sechsstelligen Bereich, das von der Verbandsgemeinde ausgeglichen werden muss.

Dennoch ist dieses Geld gut investiert. Denn es ermöglicht allen Kindern in unserer Verbandsgemeinde den Zugang zum Schwimmunterricht, stärkt den Vereinssport und schafft ein wichtiges Angebot für die Bürgerinnen und Bürger.

Dabei möchten wir auch das Freibad in Urbach nicht vergessen. Dessen Betrieb ist nur dank des großen ehrenamtlichen Engagements vieler Helferinnen und Helfer möglich.

Für diesen wertvollen Einsatz möchten wir allen Beteiligten ausdrücklich danken. Sie investieren einen Teil ihrer Freizeit, damit ein attraktives Freizeit- und Sportangebot für die Bürgerinnen und Bürger erhalten bleibt. Dieses Engagement ist keineswegs selbstverständlich und leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Gemeinschaft.

Auch in den kommenden Tagen möchten wir mit unserer Aktion aufzeigen, welche vielfältigen Aufgaben die Kommunen täglich bewältigen müssen und warum eine ausreichende finanzielle Ausstattung für die Handlungsfähigkeit vor Ort unverzichtbar ist.

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Auf dem heutigen Bild stehen Vertreterinnen und Vertreter unserer Kommunalpolitik zusammen. Gemeinsam stellen sie sich die Frage, wie die steigenden Kosten und wachsenden Herausforderungen der kommenden Jahre finanziert werden können.